Montag, 16. Februar 2026

14/02/2026 KV Nürnberg - Mountain Throne, Sauros, Dying Men -



Doom in Nürnberg: Ein Abend voller Schwere und Leidenschaft

Am Abend des 14.02.2026 gab es im Kunstverein Nürnberg für alle Freunde der entschleunigten Riffs mal wieder ordentlich was auf die Ohren. Trotz der kurzfristigen Absage der Hamburger B.S.T. – die leider den Ausstieg ihres langjährigen Gitarristen verkraften mussten – wurde mit Dying Men schnell lokaler Ersatz gefunden. Und eines vorweg: Es war ein absolut gelungener Abend.

Der Abend im Überblick: Von spontaner Energie und schwäbischer Urgewalt

Den Auftakt machten die Fürther von Dying Men. Wer hier nach der Hiobsbotschaft von B.S.T. eine bloße Notlösung erwartete, wurde eines Besseren belehrt: Die Jungs legten ohne Zögern los und bewiesen, dass sie weit mehr als nur ein würdiger Ersatz sind. Ihr Sound wirkte wie eine Zeitreise von den Birminghamer Fabrikhallen der frühen 70er direkt in einen verrauchten Underground-Club von heute. Der Mix aus Hardrock-Drive, Doom-Schwere und kauziger Eigenwilligkeit war stimmig arrangiert und machte sofort Lust auf mehr.

Danach übernahmen Sauros die Stage. Die Lokalmatadore aus Nürnberg spielten ein souveränes Heimspiel und hielten die Energie im Raum oben. Ihr Sound war dreckig, ehrlich und traf genau den Nerv der Anwesenden. Ein starkes Set – die Jungs sollte man definitiv im Auge behalten.

Den krönenden Abschluss bildeten schließlich Mountain Throne. Die Gäste aus Schwaben brachten eine massive Wand aus Heavy Doom Metal mit über die Landesgrenze. Mit ihren epischen Strukturen und einer Präsenz, die den Raum förmlich ausfüllte, zeigten sie eindrucksvoll, das es eine Vielzahl von Metal Varianten gibt. Hier erübrigt sich die Frage warum sie zur Speerspitze dieses Genres in Deutschland gehören. Richtig gut gemachte Musik, Mountain Throne sollte man als Metal Fan auf jeden Fall einmal gehört/gesehen haben!

Fazit

Das Konzert war gut besucht und die Stimmung durchgehend am Anschlag – man merkte, dass die Leute Hunger auf Live-Musik hatten. Ein großes Lob geht an die Crew vom KV und den Mischer: Der Sound drückte ordentlich und rundete das Gesamterlebnis perfekt ab.

Der Abend hat wieder einmal gezeigt, wie stark der Zusammenhalt in der Szene ist. Es war ein Fest!

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#DoomMetal #KunstvereinNürnberg #MountainThrone #Sauros #DyingMen #NürnbergLive #DoomGermany


Sonntag, 15. Februar 2026

Review: IAN - Come on Everybody, Let´s do nothing!



https://helloianband.bandcamp.com/album/come-on-everybody-lets-do-nothing

After a friend at yesterday's concert urged me to take a closer look at IAN, I finally dove in—and what a discovery.

IAN are:
Hannah Asprey - Cello
Anna Jones  - Bass
Craig Murray - Guitar and samples
Ted Reynolds - Guitar and vocals
Bob D'Mello - Drums

'Come On Everybody, Let’s Do Nothing!' is a formidable statement. 

IAN prove that the mightiest storms can arise from the apparent silence of 'doing nothing.' 

It is an album brimming with emotion, transforming London 'Weltschmerz' into monumental walls of sound.

For fans of:

  • Godspeed You! Black Emperor (for the cinematic structures)

  • Cult of Luna (for that massive riff-driven power)

  • Mogwai (for the masterful play between quiet and loud)

  • Amenra (for raw, unfiltered emotion)

  • ...or similar sonic architects.

Recommended Track: The 13-minute finale, 'Not Erotic / Cop Film —this is where everything that defines the band is brought together in perfection."

 #IAN #PostRock #PostMetal #LondonMusic #NewMusicAlert #BandcampFinds #Shoegaze #CelloMetal #GodspeedYouBlack Emperor #CultOfLuna #HumanWorth #VinylCommunity #LondonUnderground #AtmosphericMetal


Montag, 29. Dezember 2025

Monsters of Psych 12/2025









MONSTERS OF PSYCH– Ein Triumphzug im Z-Bau


Wenn der Z-Bau in Nürnberg zum Monsters of Psych lädt, dann ist das normalerweise ein Garant für dichte Atmosphären – Das Festival war nicht nur ein Treffpunkt für verschiedenste Genre-Liebhaber, sondern ein eindrucksvoller Beweis dafür, wie lebendig die Psych-, Sludge- und Post-Rock-Szene aktuell ist.

Das Line-up 


Insgesamt traten 9 Bands auf, darunter:
* Acid Rooster (Acid Rock, Leipzig)
* Earth Ship (Sludge/Doom, Berlin)
* Ippio Payo (Experimental/Post-Rock, München)
* Klangkollektor (Downbeat/Ambient, Nürnberg)
* Meth'n'Weapons (Sludge/Doom, Nürnberg)
* Slat (Sludge/Doom, Brno/CZ)
* Trigger Kid & The Ending Man (Psych-Punk/Noise Rock, Dresden)
* Zement (Experimental/Avant-Rock, Nürnberg)
* Highest Primzahl on Mars (Psychedelic Space Rock, Frankfurt)

Das Rahmenprogramm


Neben der Musik gibt es Verkaufs- und Infostände für Vinyl, Kassetten, Kunst und Merchandise, unter anderem von:
* Nasse Records (Kassetten & Merch)
* Alex Mages (Drucke & Zines)
* Kill-O-Zap & Exile On Mainstream Records (Vinyl)
Präsentiert wird das Ganze von verschiedenen Kollektiven wie Zychedelic, Low Frequency Assaults, Noize Circuit & Zosh!.

Ein Haus am Limit: Voller Erfolg durch volle Hallen

Schon kurz nach Einlass wurde klar: Dieses Event ist ein voller Erfolg. Die Resonanz war überwältigend, was sich an der schieren Menge der Gäste zeigte, die aus allen Himmelsrichtungen nach Nürnberg geströmt waren. Der Z-Bau war bis in den letzten Winkel belebt, was dem Festival eine elektrische, fast familiäre Energie verlieh.

Ein besonderes Highlight – und gleichzeitig die größte Herausforderung für die Kapazität – war die Bühne im Kunstverein. Hier herrschte ein beispielloser Andrang.
Meth’n’Weapons lieferten ein Heimspiel ab, das man so schnell nicht vergessen wird. Der Raum war „über“ voll – eine Wand aus Menschen. Die Kombination aus der engen, intensiven Atmosphäre des Kunstvereins und der brachialen Musik schuf Momente purer klanglicher Gewalt, die das Publikum sichtlich begeisterten.

Slat aus Brünn walzten mit ihrer massiven Soundwand alles nieder und bewiesen, warum sie aktuell zu den spannendsten Exporten unserer Nachbarn gehören. Sie erinnerten mich ein wenig an Burning Witch aber auf ihre eigne Art und Weise … Hammer Band soviel steht fest für mich.

Von Acid Rock bis Post-Rock

Auch auf den anderen Bühnen wurde musikalische Qualität auch großgeschrieben. Ob die hypnotischen Reisen von Acid Rooster, die rohe Energie von Earth Ship (mußte ich leider ziehen lassen aber ich kenne sie von div. anderen Festivals) oder die experimentellen Klangteppiche von Zement und Ippio Payo – das Line-up war typisch für dies Art der Konzertreihe. Jede Band trug ihren Teil dazu bei, über den gesamten Abend , die Taktung der Bands war Minuten genau durchgetaktet und hielt gut stand.
Die Organisation als Fundament
Ein solches Besucheraufkommen bei einem Multi-Stage-Event zu bewältigen, erfordert eine logistische Meisterleistung. Besonders hervorzuheben ist daher die Organisation. Von der reibungslosen Koordination der verschiedenen Kollektive (Zychedelic, Low Frequency Assaults, Noize Circuit & Zosh!) bis hin zu den Teams an den Einlässen, Bars und der Technik: Alles griff ineinander. Sowohl die Menschen im Vordergrund als auch die vielen helfenden Hände im Hintergrund haben einen Rahmen geschaffen, in dem sich Künstler und Fans gleichermaßen sicher und willkommen fühlten.


Fazit: 

Das Monsters of Psych 2025 war mehr als nur ein Konzertabend; es war ein Statement. Ein ausverkauftes Haus, Bands in Höchstform und eine Organisation, die selbst bei extremem Andrang Ruhe bewies. Wer dieses Jahr dabei war, hat miterlebt, wie der Z-Bau für eine Nacht zum Epizentrum der psychedelischen Kunst wurde.












14/02/2026 KV Nürnberg - Mountain Throne, Sauros, Dying Men -

Doom in Nürnberg: Ein Abend voller Schwere und Leidenschaft Am Abend des 14.02.2026 gab es im   Kunstverein Nürnberg   für alle Freunde der ...