Doom in Nürnberg: Ein Abend voller Schwere und Leidenschaft
Am Abend des 14.02.2026 gab es im Kunstverein Nürnberg für alle Freunde der entschleunigten Riffs mal wieder ordentlich was auf die Ohren. Trotz der kurzfristigen Absage der Hamburger B.S.T. – die leider den Ausstieg ihres langjährigen Gitarristen verkraften mussten – wurde mit Dying Men schnell lokaler Ersatz gefunden. Und eines vorweg: Es war ein absolut gelungener Abend.
Der Abend im Überblick: Von spontaner Energie und schwäbischer Urgewalt
Den Auftakt machten die Fürther von Dying Men. Wer hier nach der Hiobsbotschaft von B.S.T. eine bloße Notlösung erwartete, wurde eines Besseren belehrt: Die Jungs legten ohne Zögern los und bewiesen, dass sie weit mehr als nur ein würdiger Ersatz sind. Ihr Sound wirkte wie eine Zeitreise von den Birminghamer Fabrikhallen der frühen 70er direkt in einen verrauchten Underground-Club von heute. Der Mix aus Hardrock-Drive, Doom-Schwere und kauziger Eigenwilligkeit war stimmig arrangiert und machte sofort Lust auf mehr.
Danach übernahmen Sauros die Stage. Die Lokalmatadore aus Nürnberg spielten ein souveränes Heimspiel und hielten die Energie im Raum oben. Ihr Sound war dreckig, ehrlich und traf genau den Nerv der Anwesenden. Ein starkes Set – die Jungs sollte man definitiv im Auge behalten.
Den krönenden Abschluss bildeten schließlich Mountain Throne. Die Gäste aus Schwaben brachten eine massive Wand aus Heavy Doom Metal mit über die Landesgrenze. Mit ihren epischen Strukturen und einer Präsenz, die den Raum förmlich ausfüllte, zeigten sie eindrucksvoll, das es eine Vielzahl von Metal Varianten gibt. Hier erübrigt sich die Frage warum sie zur Speerspitze dieses Genres in Deutschland gehören. Richtig gut gemachte Musik, Mountain Throne sollte man als Metal Fan auf jeden Fall einmal gehört/gesehen haben!
Fazit
Das Konzert war gut besucht und die Stimmung durchgehend am Anschlag – man merkte, dass die Leute Hunger auf Live-Musik hatten. Ein großes Lob geht an die Crew vom KV und den Mischer: Der Sound drückte ordentlich und rundete das Gesamterlebnis perfekt ab.
Der Abend hat wieder einmal gezeigt, wie stark der Zusammenhalt in der Szene ist. Es war ein Fest!
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